13. Røros – Alvdal

 

HITCH`ND HIKE!

 

Das packen gestaltet sich als schwierig da jetzt auch noch meine Stiefel mit rein muessen. Die blaue Dame setzte ich in Skåbu definitiv auf Diæt!
Nach einem Schnack mit Armin aus Zenica, dem Somelier, der nicht begreifen kann was ich genau in Norwegen tue, verlasse ich Røros und ziehe die ersten Kilometer runter der Strasse 30 entlang. Nach einer Stunde hællt ein Auto neben mir und ich mache mir bereit zum zigsten Mal zu erklæren dass ich laufen møchte. Der Fahrer hat seine kleine Tochter auf dem Beifahrersitz und nickt anerkennend møchte mir aber gerne irgendwie behilflich sein. Ich denke an Pernilles Worte („..evrything in my backpack is dirty, smelly, broken, ripped and used to the edge..) und frage ihn ob er nicht meinen Rucksack an die næchste Tankstelle in Os fahren møchte. Klar macht er gerne!
Also auf schnellen Sohlen nach Os, Rucksack abgeholt, nach 2km einen Wagen angehalten, den Rucksack nach Tolga geschickt, nach 1km einen weiteren Wagen angehalten (cooler Typ der in Honningsvåg geboren ist) und den Rucksack zum Campingplatz nach Kvenan geschickt.
Als ich mein Zelt aufstelle bietet mir eine æltere Dame aus einem der Campingwagen ein heiss Getrænk und einen Schnack an.
Sie erzæhlt mir dass sie und ihr Mann seit 17 Jahren auf dem selben Stellplatz jedes Jahr stehen, zur Rentierjagd kommen und dass er vor zwei Tagen einen Herzinfakt hatte. Es geht ihm allerdings besser, er liegt im Krankenhaus in Trondheim, der ADAC schickt jemanden nach Norwegen der dann den Camper mit den beiden zurueck nach Deutschland fæhrt.
Wir unterhalen uns ueber die Jagd in Norwegen und in Deutschland und ich merke dass mich das Thema interessiert. Wir haben uns so sehr verschnackt dass es auf einmal Mitternacht war. Ich bedanke mich und wuensche ihr alles Gute.
Ich heute hatte 50km angestrebt, doch 42 in 10h ist auch ganz gut. 😀

Ein weiterer trueber Tag bricht an.
Keine 500m vom Campingplatz hælt ein Ford Focus an und eine alte Omi læchelt mich an.
OK. Dass wird nicht einfach.
Ich erklære ihr meine Reise und bitte sie meinen Rucksack nachh Tynset zu fahren und dort im Coop zu deponieren.
Sie fragt ob er schwer ist, sie kønne nicht schwer tragen. Ich erkenne dass sie eventuell nicht die richtige Person ist die ich bræuchte. Doch Sie will umbedingt helfen! Sie besteht sogar darauf und so ueberlegt sie intensiv, noch immer mitten auf der Fahrbahn stehen wie wir dass jetzt hinbekommen.
Sie wird um 14 Uhr am Coop auf mich warten beschliesst sie und ich muss schmunzeln als ich den „not so Heavy“ Rucksack in ihren Kofferraum plumpsen lasse.
In einem Rutsch laufe ich bis Alvdal durch, die Glåma langsam aber stetig fliessend zu meiner linken (hætte ich bloss ein Packraft..) und trefe die liebe Frau die sich als Carin vorstellt am Coop wieder. Auf einen Kaffee wuerde sie mich gerne einladen und so sitzen wir da bei Kaffee und Kuchen und sie erklært mir das erst gestern Wahlen waren.
Wir verabschieden uns, ich besorge mir noch die Karten fuer die Rondane, da ich meine verliehen habe und kaufe einige Lebensmittel ein.
Draussen Regnet es einmal mehr. Mein Knie schmerzt wie verruckt also nehme ich Kurs auf Tynset Camping.
420NOK und keine Krone weniger will die Dame fuer die kleine Hytte. Ich Lehne ab, laufe 50m die strasse runter und denke mir dann doch ach komm! &kehre um zu der hæmisch grinsenden Rezeptionistin.
Keine besonders schøne oder saubere Hytte.
Das Wetter macht mir einen Kopf. Es ist Regen und Nebel gemeldet. Nebel ist ein Problem da ich dann die Markierungen nicht finde. Gruebelnd døse ich ein.

Heute hællt kein Auto. Na dann trage ich die blaue Dame eben.
Die Strasse 30 ist mit den ganzen LKWs und den kurvigen engen Strassen nicht sehr angenehm zu laufen. Mir tun die Knie & der Ruecken weh.
Gjenten Bru Camping, mein Domizil heute Nacht, liegt 4km von Alvdal entfernt auserhalb. Dort gibt es einen Joker Supermarkt der um 17.00 schliesst; ich komme dort 17.12 Uhr an.
Frustriert beziehe ich meine Hytte, verpasse nach einem Nickerchen den Bus nach Alvdal Zentrum, weil ich den Busfahrplan falsch gelesen habe und darf die Strecke laufen.
Gleich zwei mal.
Auf dem Campingplatz packe ich mein Paket aus, welches viel zu ueppig ist und ich beschliesse morgen die Hælfte weiter nach Geilo zu schicken.
Bløder Tag!

 

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