Navigation/ Position-Spot

Die Route

Allein die Route hat mich beinahe ein Jahr Recherche gekostet.
NPL ist nicht wie zB der E1 durchmarkiert sondern man stellt sich seinen Weg individuell nach eigenen Wünschen und vorhandener Erfahrung aus markierten Trails (Kungsleden/ Nordlandruta/ Nortkalotten/ Olavsvegen/ E1/..) und Strassen selber zusammen.
Das bedeutet eine Menge Zeit für Recherchen in Blogs & Foren.
Unterwegs kann es allerdings sehr gut möglich sein das selbst die beste Planung im Angesicht eine Schlechtwetterfront herzlich wenig wert ist.
Es gibt allerdings einen kreativen Spielraum und es macht auch echt Spass die Route abzustecken. Allerdings eher weniger auf Garmin Base Camp als an meiner Wand auf der analogen Karte. Danke auch dafür Thomas 🙂
Ich würde zB sehr gerne viel mehr Zeit in der Finnmark verbringen. Ob nun nach ein Stück nach Osten oder ein Stück durch Jothunheimen wird sich sehr wahrscheinlich erst unterwegs entscheiden lassen aufgrund der ungewissen Schneeschmelze und dem Wetter.

Auch eine Nord Süd Durchquerung ist möglich wie Sven Schoppe 2010 erfolgreich bewiesen hat. Seit dem gab es so etwas nicht mehr im deutschsprachigen Raum. Sven ist damals dem E1 gefolgt bevor er dann durch Schweden weiter nach Palermo lief.
Der Gedanke etwas neues auszuprobieren reizte mich viel zu sehr.
besonders den „Sommer“ in einer einzigartigen Landschaft zu verbringen durch die ich im September sonst wohl bei Waschküchenwetter laufen würde. Es ist auch ein schönes Gefühl der Sonne entgegen „nach Hause“ zu laufen.

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Kopf links – Zahl rechts

Ungefähr so habe ich das meistens mit der Navigation gemacht.
Doch dieses Mal muss die Sache sitzen. Das bedeutet Nachhilfestunden in Navigation, Umgang mit GPS & erkennen des Wetters anhand meiner Umgebung.

Vor Monaten kamen endlich meine Karten an. Für NPL kann man grob mit 25-35 Karten rechnen. Dabei lohnt es sich 45982x zu revidieren welche man WIRKLICH (die Karten sind topographisch) braucht und wo man sich auf Strassen mit dem Handy navigieren kann, da Stromquellen meist geifbar sind.
Der Hersteller (Nordeca AS) hat 2-3x im Jahr ein lohnenswertes Sale (meist zu Saisonbeginn bzw Ende). 
Im Nachhinein hätte ich mir lieber 10St. gespart bzw andere bestellt. Sowas ist sehr ärgerlich.
Zudem nutze ich ein Garmin 64s mit V3 Topo Karten.
Hier meine Kartensammlung:

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Mir war es allerdings sehr wichtig eine Art Absicherung zu haben. Insbesondere da es in den Bergen kein flächendeckendes Mobilfunknetz gibt.
Der Spot GEN3 ist ein GPS Sender der in den Staaten entwickelt wurde um Bergsportler/ Lawinenopfern/ in Notsituationen, in denen kein Mobilsignal empfänglich ist, schnell zu orten und Hilfe zu schicken.
Der kleine Sender war die Bedingung für den Segen meiner geliebten Frau Mutter zu meiner Reise durch den Norden.

HIER DER LINK ZUR TRACKING FUNKTION

spot

Er hat mehrere Funktionen

Check-In-Funktion/ OK Funktion: an 10 im vornerein programmierte Nummern/Mails sendet das Gerät eine vorher (individuelle) Nachricht mit dem Standpunkt quasi als „Mir geht’s gut, ich bin hier..“

Tracking (Intervall alle 5, 10, 30 oder 60 Minuten): meine Position wird alle 5, 10, 30 oder 60 Minuten an meine Seite gesendet. Diese Funktion würde ich in Gebieten nutzen in denen ich mich sehr unsicher fühle (zB. Schneebrücken/ tiefe Bachsysteme).

Hilfe-Funktion: an zwei im vornerein programmierte Notfallkontakte (sollten das Reiseland kennen & gut englisch sprechen) wird ein Hilferuf gesendet. So etwas wird zB bei einem platten Reifen oder einer Erkrankung genutzt. Die Notfallkontakte reagieren selber auf den Hilferuf.

SOS-Funktion: Bei einem auslösen der SOS Taste wird das Signal mit den GPS Koordinaten direkt an die GEOS Zentrale gesendet &die Tracking Funktion aktiviert. Die GEOS Zentrale schickt umgehend eine Rettungsmanschaft (Rettungskräfte/Militär).

Diese Funktion sollte man unbedingt nur nutzen wenn das eigene Leben oder das der Gefährten in ernsthafter Gefahr ist. Eine solche Rettungsaktion liegt in fünf bis sechsstelligem Betrag. Hier empfielt sich der Abschluss einer Zusatzversicherung.